Allgemeine Informationen zu Ökostrom

Vor dem Hintergrund der globalen Klimaerwärmung und der damit drohenden Schäden ist es eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, die Emission klimaschädlicher Treibhausgase einzuschränken. Am wichtigsten ist hierbei, dass wir Energie effizienter erzeugen und nutzen und dass wir gezielt Energie einsparen. Die Energie, die wir tatsächlich benötigen, müssen wir außerdem so umweltfreundlich wie möglich erzeugen. Dies bedeutet insbesondere bei Strom, dass wir erneuerbare Energieträger nutzen. Aber auch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung in Gaskraftwerken kann deutlich dazu beitragen, die Umwelt zu entlasten.

Solch umweltfreundlich erzeugter Strom wird allgemein als Ökostrom bezeichnet. Je mehr Strom auf umweltfreundliche Art und Weise erzeugt wird, umso mehr konventionelle Kraftwerke mit ihren schädlichen Emissionen und hohen Umweltrisiken können ersetzt werden.

In Deutschland wird der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien fast vollständig im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Die damit verbundenen Kosten werden dabei gleichmäßig auf die Stromverbraucher in Deutschland umgelegt, welche im Gegenzug auch eine entsprechende Menge des erzeugten Stroms geliefert bekommen. Der Anteil des EEG-Stroms am Stromverbrauch der Haushalte und Gewerbekunden beträgt derzeit ca. 18% (Stand April 2008). Dieser Umlagemechanismus ermöglicht, dass die Allgemeinheit der Stromverbraucher, welche ja auch die Umweltschäden der Stromerzeugung verursacht, die Kosten für eine zunehmend umweltfreundliche Stromversorgung trägt.

Jeder Stromverbraucher kann sich aber entscheiden, dass er aktiv zu einem zusätzlichen Ausbau umweltfreundlicher Stromerzeugung beiträgt, der über die Förderwirkung des EEG hinausgeht, indem er ein wirklich gutes Ökostromprodukt bezieht.

Leider führt nicht jedes Ökostrom-Produkt am Markt automatisch dazu, dass eine solche Verbrauchererwartung auch erfüllt wird. Europaweit wird in etwa soviel Strom aus Wasserkraft erzeugt, wie insgesamt in Deutschland verbraucht wird - in den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Strom aus alten Anlagen, die längst abgeschrieben sind und zu sehr niedrigen Kosten produzieren. Dieser Strom wird, weil er so kostengünstig erzeugt werden kann, ohnehin produziert. Wenn Verbraucher Ökostrom bestellen und diesen Strom aus alter Wasserkraft bekommen, „merkt“ der Markt das gar nicht, diese Nachfrage führt nicht zu einem Ausbauimpuls über die bestehenden Anlagen hinaus. Aus Sicht der Umwelt ändert sich bei einer solchen Ökostromlieferung nichts.

Daher ist es nötig, weitere Anforderungen an das Ökostromprodukt zu stellen, damit die Nachfrage auch einzelner Verbraucher zu einem Ausbauimpuls führt. Solche Anfordrungen werden durch das ok power-Gütesiegel formuliert und ihre Einhaltung sichergestellt.

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